FSME durch Zecken: Männer erkranken häufiger

Endlich Outdoor-Saison! Familien und Sportbegeisterte genießen jetzt wieder die Möglichkeiten für Trekkingtouren am Wochenende, setzen sich aufs Rad oder ans Ruder und freuen sich über Grillabende im Freien. Männer sollten dabei besonders auf Impfschutz gegen Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME) achten: Die durch Zecken übertragene Infektion trifft sie fast doppelt so oft wie Frauen – und verläuft bei ihnen dreimal so häufig schwer, so das IPF.

Eine Zecke im Gras.

FSME-Impfung schützt vor Hirnhautentzündung

Das FSME-Virus greift das zentrale Nervensystem an. Kopfschmerzen, Fieber und Abgeschlagenheit deuten auf die Hirnhautentzündung hin. Labortests klären den Verdacht ab. Zeigen die Patienten akute Symptome, können Labormediziner das Virus mittels Bluttest direkt nachweisen. Bei einem späteren Krankheitsverdacht weisen erhöhte Werte bestimmter Antikörper im Blutserum darauf hin, ob eine Infektion vorliegt. Verläuft eine FSME-Erkrankung schwer, drohen dauerhafte Folgeschäden. Laut Studienergebnissen bleiben bei 50 Prozent der schwer erkrankten FSME-Patienten Lähmungen der Extremitäten sowie der Atem- und Halsmuskulatur, Atemschwäche, Gleichgewichtsstörungen, Schluck- und Sprechstörungen zurück.

 

Zecken immer aktiver – Impfung immer wichtiger

Aufgrund von klimatischen Veränderungen sind die kleinen Tierchen inzwischen im ganzen Bundesgebiet aktiv. Hinzu kommt, dass sie nunmehr auch ganzjährig stechen können – und zwar nicht nur in Wäldern und auf dem Land, sondern auch in städtischen Gärten. Eine Impfung schützt jedoch vor FSME. Die Ständige Impfkommission (STIKO) empfiehlt, den Impfschutz alle drei bis fünf Jahre aufzufrischen. Mithilfe einer Blutprobe kann der Arzt den Immunstatus prüfen und bei Bedarf die FSME-Impfserie beginnen. Insgesamt sind drei aufeinander folgende Impfungen nötig, damit einem ein Zeckenstich nichts anhaben kann.

 

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