Erkältungssymptome lindern statt Antibiotika einnehmen
Antibiotika bekämpfen ausschließlich Bakterien. Sie sind also gegen die Erreger einfacher Erkältungen wirkungslos. Unnötig eingenommen, steigt aber die Gefahr, dass sich Resistenzen gegen die Wirkstoffe bilden. Natürlich kann eine schwere Erkältung zu quälenden Beschwerden führen. Husten, Schnupfen und Heiserkeit lassen sich durch Antibiotika jedoch nicht lindern. Das gilt auch für Nasennebenhöhlenentzündungen. Studien zufolge geht es nur etwa fünf von 100 Patienten mit Antibiotika besser als ohne. Schmerzmittel, fiebersenkende Medikamente und ausreichende Schonung mildern den Leidensdruck effektiver und gesundheitsschonender: Nebenwirkungen von Antibiotika wie Magen-Darm-Beschwerden oder allergische Reaktionen sollten nicht ohne zwingenden Grund in Kauf genommen werden.
Antibiotika gegen bakterielle Lungenentzündung
Entwickelt sich aus der Erkältung eine bakterielle Infektion der Lunge, sind Antibiotika unerlässlich. Hohes Fieber oder Husten mit Auswurf können Anzeichen für eine Lungenentzündung durch Bakterien sein. Ein Antibiogramm zeigt, welcher Wirkstoff die Erreger am besten bekämpft. Dabei bringen Mediziner im Labor bestimmte Antibiotika mit den aus einer Probe entnommenen Erregern zusammen und prüfen, wie gut das Medikament das Bakterienwachstum eindämmt. Wichtig: Wird ein Antibiotikum verordnet, sollten Patienten die Tabletten regelmäßig einnehmen – auch wenn die Beschwerden schon abklingen – und nur nach Rücksprache mit dem Arzt absetzen.
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