Check-up für die Leber

Infektionen mit Hepatitis-Viren bleiben oft lange unbemerkt, können aber schwerwiegende Folgen haben. In Deutschland leben schätzungsweise jeweils 100.000 bis 200.000 Menschen mit einer unerkannten Hepatitis-B- oder Hepatitis-C-Infektion. Häufig entwickeln sich aus den unerkannte Infektionen Spätschäden wie Leberzirrhose und Leberkrebs. Eine einfache Vorsorgeuntersuchung schafft Abhilfe: Zum Gesundheits-Check-Up gehören auch Bluttests auf Hepatitis B und C, so das IPF zum Welt-Hepatitis-Tag am Montag, den 28. Juli.

Arzt hält Leber auf seinen Händen
Sector | Fotolia

Chronische Leberinfektion vermeiden

Wenn eine Leberentzündung unentdeckt bleibt und chronisch wird, entwickelt sich und wird chronisch, kommt es bei etwa jedem Fünften zu einer Leberzirrhose: Gesundes Gewebe wird durch Narben ersetzt, die Leber verhärtet und verliert ihre Entgiftungsfunktion. Im Spätstadium kann das Organ ganz versagen. Fachleute gehen davon aus, dass dieser Prozess bei Menschen mit einer chronischen Hepatitis C etwa zehn Jahre dauert. Soweit muss es jedoch nicht kommen: Im Rahmen des Gesundheits-Check-ups haben alle Versicherten auch Anspruch auf eine einmalige Untersuchung auf Hepatitis B und C. Für die Diagnose reichen ein paar Tropfen Blut, die im Labor auf die entsprechenden Viren untersucht werden. In der Regel lassen sich beide Infektionen gut behandeln. Eine Hepatitis C kann in vielen Fällen ausheilen und bei einer Hepatitis B sorgen Medikamente dafür, dass die Entzündung nicht fortschreitet.

Lebercheck als Krebsvorsorge

Eine frühzeitige Erkennung und Behandlung von Virushepatitis B und C senkt zusätzlich das Risiko für Leberkrebs. Expert*innen zufolge gehen mehr als 70 Prozent der Leberkrebsfälle auf durch eine Hepatitis vernarbtes Lebergewebe zurück. Der Anteil der Todesfälle liegt bei 40 Prozent. Bedenklich ist, dass nur etwa einem Drittel Der Anteil der Menschen den Gesundheits-Check-up auch für die Leber nutzt.

Weitere Informationen zu diesen Themen