Blutanalysen und Stuhltests für genaue Diagnose und Krankheitskontrolle
Bauchschmerzen, Übelkeit und Durchfall kennen die meisten Menschen vor allem als Folgen von akuten Magen-Darm-Infektionen. Halten die Beschwerden jedoch lange an, treten sie schubweise auf und kommen Blutungen aus dem Darm hinzu, weist dies auf eine CED hin. Zur Diagnose gehören auch labormedizinische Untersuchungen. Zwar lassen sich CED nicht allein anhand von Laborwerten feststellen. Blut- und Stuhltests sind jedoch wichtig, um andere Erkrankungen auszuschließen. So empfehlen Leitlinien, bei der Erstdiagnostik neben einem Blutbild und den Entzündungswerten auch den Eisenstoffwechsel, die Nierenfunktion und den Fettstoffwechsel mit Labortests zu überprüfen. Um eine CED von funktionellen Störungen des Darms wie etwa einem Reizdarm abzugrenzen, eignet sich ein Stuhltest. Bei Darmentzündungen ist das Protein Calprotectin im Stuhl erhöht nachweisbar und weist so auf eine CED hin. Mit der Kombination von Entzündungs- und Calprotectin-Werten lässt sich zudem die Krankheitsaktivität beurteilen.
Regelmäßige Blutkontrollen verhindern Mangelzustände
Viele CED-Patient*innen kämpfen zusätzlich mit Abgeschlagenheit bis hin zur Fatigue. Zu den behandelbaren Ursachen dieser dauerhaften Erschöpfung zählt ein Mangel an wichtigen Nährstoffen wie Eisen, Vitamin B6, Vitamin B12, Vitamin D und Folsäure. Auch ein Zinkmangel ist möglich, da der Darm wegen der Entzündung diese wichtigen Mikronährstoffe nur noch eingeschränkt aufnehmen kann. Fachleute raten daher zu entsprechenden Blutuntersuchungen, je nach Schweregrad der Erkrankung alle drei bis zwölf Monate. Ein Mangel lässt sich mit entsprechenden Medikamenten und Nahrungsergänzungen behandeln.

