Gute Kombination zur Früherkennung
Nur jeder fünfte Patient erkrankt laut Experten des Deutschen Krebsforschungszentrums (DKFZ) vor dem 65. Lebensjahr. Eindeutige Warnzeichen gibt es kaum. Allerdings können wiederkehrende Harnwegsinfektionen oder dauerhafter Harndrang auf die Erkrankung hinweisen. Um solche Beschwerden abzuklären, lässt der Arzt im Labor eine Urinprobe auf Tumorzellen untersuchen (Urinzytologie). Eine Blasenspiegelung sichert die Diagnose ab. Manche Tumore wachsen jedoch für das Zytoskop unsichtbar an der Harnblasenwand entlang. Experten der Europäischen Fachgesellschaften für Urologie weisen darauf hin, dass dann spezifische Biomarker bei der Suche helfen. Neben gerätebasierten Tests gibt es Schnelltests, die verschiedene Blasenkrebsmarker (Proteine, Antigene) nachweisen.
Gentests für die richtige Behandlung
Labortests unterstützen Mediziner auch dabei, die Therapie wirksam zu planen. Mit einem molekularen Gentest können sie zum Beispiel erkennen, wie hoch die Wahrscheinlichkeit für Metastasen liegt und bei welchen Patienten eine Chemotherapie vor der Operation die Heilungschancen verbessert. Mediziner des DKFZ entdeckten zudem, dass bestimmte Genveränderungen den Blasenkrebs schneller wachsen lassen. Auch das Risiko, nach erfolgreicher Behandlung neu zu erkranken, steigt. Neuen Testverfahren könnten in Zukunft Ärzte und betroffene Patienten bei der Nachsorge unterstützen und drohende Rückfälle noch früher erkennen.
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