Bei unerfülltem Kinderwunsch Ursachen prüfen

Besondere Tees trinken, bestimmte Stellungen ausprobieren, die richtige Mondphase nutzen: Der Volksmund kennt viele Mittel, um etwa das Geschlecht eines Kindes bei der Zeugung zu beeinflussen. Doch was ist, wenn sich eine Schwangerschaft gar nicht erst einstellt? Mit Labortests können Mediziner verschiedene Ursachen ungewollter Kinderlosigkeit untersuchen.

Nackte Füße von Mann, Frau und Baby schauen unter einer Decke hervor.

Chlamydien aufspüren und behandeln

Das beliebteste Verhütungsmittel von Frauen in Deutschland ist nach wie vor die Antibabypille. Setzen sie das Präparat nach jahrelanger Einnahme ab, muss sich der Hormonhaushalt zunächst wieder einpendeln – das braucht Zeit. Wenn jedoch nach einem Jahr die gewünschte Empfängnis immer noch ausbleibt, sollten Paare einen Arzt aufsuchen. Frühere Krankheiten und Operationen können Gründe für den unerfüllten Kinderwunsch sein. Zudem geben Untersuchungen der Genitalien, des Scheidensekrets und des Ejakulats Aufschluss über mögliche Ursachen. Bei fast jedem dritten Paar steckt ein Chlamydien-Befall dahinter, durch den sich etwa die Nebenhoden entzünden oder die Eileiter verkleben. Stellt der Arzt mit Hilfe eines DNA-Tests eine Infektion fest, können beide Partner mit Antibiotika erfolgreich behandelt werden. Regelmäßige Vorsorgeuntersuchungen helfen, Chlamydien frühzeitig aufzuspüren.

 

Insemination bei 40 Prozent erfolgreich

Bei 30 bis 40 Prozent der betroffenen Frauen ist der Hormonhaushalt verantwortlich dafür, dass die Eizellen nicht reifen oder sich nicht in der Gebärmutter einnisten können. Eine Hormontherapie kann die Chance auf eine Schwangerschaft erhöhen. Produzieren die Hoden des Mannes nicht genügend gesunde Samenzellen, ist eine Samenübertragung (Insemination) in bis zu 40 Prozent der Fälle erfolgreich. Durchschnittlich geht dank heutiger Behandlungsmethoden für etwas mehr als jedes zehnte sterile Paar der Kinderwunsch in Erfüllung.

 

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