Alkohol: Leberschäden vorbeugen

Im Durchschnitt trinkt jeder Deutsche ab 18 Jahren jährlich fast zehn Liter reinen Alkohol. Das entspricht für jeden einzelnen etwa 325 Flaschen Bier, 27 Flaschen Wein, 5,5 Flaschen Schaumwein und über sieben Flaschen Spirituosen, wie die Deutsche Hauptstelle für Suchtfragen vorrechnet. So genussvoll das gesellige Trinken in dem Moment ist, so verheerend können die Folgen für die Leber sein. Im schlimmsten Fall kann das circa 13 cm große Organ verfetten, schrumpfen oder sogar Karzinome entwickeln. Das IPF rät deshalb: frühzeitig Leber- und Blutzuckerwerte checken lassen.

Auf die Menge kommt es an

Nicht alle alkoholischen Leberschäden sind auf übermäßigen Alkoholgenuss zurückzuführen. So können auch bei gelegentlichem Trinken erste Symptome auftreten. Andersherum erkranken selbst Vieltrinker nicht zwangsläufig an Leberversagen. Ihre Chance ist aber um ein Vielfaches höher als bei Nicht-Süchtigen – denn entscheidend ist, wie viel und wie regelmäßig jemand trinkt. Als risikoarmer Alkoholkonsum gilt für gesunde Frauen etwa ein Glas Bier pro Tag, für gesunde Männer etwa zwei Gläser. Für Jugendliche können keine derartigen Angaben gemacht werden, da schon geringe Mengen zu gesundheitlichen Schäden führen können.

 

Gewissheit verschaffen

Die meisten Lebererkrankungen bemerken Betroffene erst spät, da sie über Jahre hinweg ohne Symptome verlaufen. Deswegen rät das IPF die Leber- und Blutzuckerwerte regelmäßig mit Urin- oder Bluttests überprüfen zu lassen. Wird ein Leberschaden zu spät erkannt, können Leberzirrhose oder ein Leberzellkarzinom die Folge sein. Im schlimmsten Fall enden diese Erkrankungen tödlich.

 

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