Interdisziplinärer Ansatz soll Früherkennung verbessern
Ausgangspunkte für das kardiorenal-metabolischen Syndroms sind den Fachleuten zufolge häufig Adipositas, Prädiabetes oder Typ-2-Diabetes. Die Erkrankungen können zu Bluthochdruck und erhöhten Blutfettwerten führen sowie die Nieren schädigen. Diese Faktoren erhöhen ihrerseits das Risiko für Herzinfarkt, Schlaganfall oder Herzinsuffizienz. Mit der neuen Leitlinie wollen die Fachmediziner*innen erreichen, dass diese Erkrankungen als miteinander verbundene Bestandteile eines gemeinsamen Krankheitsbildes wahrgenommen und behandelt werden. Diese Perspektive soll Prävention und Therapie verbessern: Risikofaktoren lassen sich frühzeitig erkennen und behandeln und so schwere Folgeerkrankungen verhindern. Auch in Europa gewinnt dieser Ansatz Expert*innen zufolge zunehmend an Bedeutung.
Einmal pro Jahr Kontrolle mit Labortests
Als zentralen Ansatzpunkt sehen die Expert*innen das Gewichtsmanagement, da Adipositas als zentrale Ursache des KRMS und als wesentlicher Treiber seines Fortschreitens gilt. Gleichzeitig könne eine erfolgreiche Gewichtsreduktion dazu beitragen, den Krankheitsverlauf zu verlangsamen oder die Erkrankung teilweise zurückzudrängen. Parallel plädieren die Fachleute dafür, Risikofaktoren für Herz und Kreislauf, Stoffwechsel und Nieren frühzeitig mit Labortests zu überwachen. Dazu gehören ab Stadium 2 eine jährliche Kontrolle der Blutzuckerwerte und ein vollständiges Lipidprofil. Außerdem sollte die Nierenfunktion einmal pro Jahr überprüft werden. Dazu eignen sich Blut- und Urintests.
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