Labordiagnostik bringt Klarheit
Mediziner werden angehalten, die im Ratgeber genannten Labortests wie beschrieben durchzuführen. Die Bedeutung der Tests unterstreichen die Experten auch damit, dass Pertussis häufig ohne typische Symptome verläuft. Besonders bei länger anhaltendem Husten (mehr als zwei Wochen) bei Erwachsenen sowie bei Säuglingen und Kleinkindern, die Apnoen und anderen typischen Keuchhustensymptomenzeigen, bringt die Labordiagnostik ein sicheres Ergebnis.
Stadium entscheidet über Labortests
Das Stadium der Erkrankung entscheidet über die Wahl des Labortests: In den ersten zwei bis drei Wochen empfehlen die Experten, die Erreger aus einem Abstrich oder Material, das beim Absaugen gewonnen wurde, nachzuweisen. Dafür eignet sich etwa eine Erregerkultur. Dabei sollte das medizinische Personal besonders sorgfältig arbeiten und eine kontaminationsfreie Probe ans Labor schicken. Im späteren Krankheitsverlauf bietet sich eher eine Serodiagnostik an. Das ECDC (Europäische Zentrum zur Prävention und Kontrolle von Krankheiten) und das Europäische Labornetzwerk für Pertussis haben Empfehlungen für die serologische Diagnostik herausgegeben.
Hoch ansteckender Erreger
Für Keuchhusten ist das Bakterium Bordetella pertussis oder Bordetella parapertussis verantwortlich. Die hoch ansteckende Krankheit wird durch Tröpfcheninfektion übertragen. Pertussis kommt ganzjährig vor – verstärkt jedoch in der dunklen Jahreszeit. Die Ständige Impfkommission (STIKO) empfiehlt, <link patienten vorsorgefinder ipf-faltblaetter vorsorge-impfungen-bei-kindern>Säuglinge und Kleinkinder so früh wie möglich zu immunisieren. Auffrischungen im Vorschul- und Jugendalter sowie bei Erwachsenen bauen darauf auf. So werden Infektionswellen eingedämmt und nicht-immune Personen geschützt. Im Krankheitsfall bleibt eine gezielte Antibiotikatherapie das Mittel der Wahl.
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