Das Forscherteam um Kamel Hooman vom New York Presbyterian Hospital/Weill Cornell Medical Center analysierte ICD-Befunde von fast 1,7 Millionen Frauen nach der Entbindung. Ein Jahr später sichteten sie die aktuellen Befunde derselben Frauen und verglichen, wie viele von ihnen im gleichen Kalenderzeitraum (ohne erneute Geburt) wegen eines thromboembolischen Ereignisses behandelt werden mussten.
Länger aufmerksam bleiben
Erwartungsgemäß ermittelten die Wissenschaftler in den ersten sechs Wochen nach der Entbindung das höchste Erkrankungsrisiko: Insgesamt erlitten 411 Frauen Thrombosen und Embolien. Im Folgejahr ohne Schwangerschaft war dies nur bei 38 der Fall. Überraschend für die Forscher: Von der siebten bis zur zwölften Woche nach der Geburt mussten immerhin noch 95 Mütter aufgrund thrombotischer Erkrankungen behandelt werden. Im folgenden Vergleichsjahr waren es 44 Frauen – ein zwar moderates, aber dennoch signifikantes Quotenverhältnis, wie Hooman und sein Team schreiben. Sie raten Ärzten daher, frisch gebackene Mütter aufmerksam zu begleiten und die Gerinnungswerte im Auge zu behalten.
Quellen:
Medical Tribune, 7. März 2014
The New England Journal of Medicine
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