Hinter der Monarthritis können traumatische und degenerative Prozesse ebenso stecken wie Infektionen. Auch Tumoren, die vom Knochengewebe ausgehen, oder Leukämie-Erkrankungen kommen als Auslöser in Frage.
Monarthritis durch Sepsis
Bei Patienten über 60 Jahren, Diabetikern und Immunsupprimierten sollten behandelnde Ärzte auch klären, ob eine Sepsis für das geschwollene und schmerzende Gelenk verantwortlich ist. Zwar erkranken im Schnitt nur ein bis zwei Personen von 100.000 an der septischen Arthritis. Die Erkrankung muss jedoch schnell behandelt werden – immerhin liegt die Sterblichkeit bei 11 Prozent. Experten raten daher, bei jeder unklaren Arthritis umgehend das betroffene Gelenk zu punktieren.
Blut und Gelenksekret testen lassen
Erste Hinweise auf eine Entzündung geben die CRP-Werte. Sicher ausschließen bzw. bestätigen lässt sich die Diagnose jedoch erst durch eine Gelenkpunktion und anschließende Gramfärbung der Bakterien aus dem Sekret unterm Mikroskop. Ein Antibiogramm klärt, welche Bakterienstämme die Sepsis auslösen und welche Antibiotika in der Behandlung eingesetzt werden müssen.
Quelle:
Medical Tribune, 23. Mai 2014
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