Deutliche Auswirkungen auf die Gesundheit
Testosteron ist nicht nur ein Sexualhormon, sondern auch an einer Vielzahl körperlicher Prozesse beteiligt, etwa am Muskel-, Fett, Knochen- und Zuckerstoffwechsel. Aus diesem Grund kann sich ein Mangel an Testosteron auf vielfältige Weise auswirken. Laut der „20.000er Testosteronstudie“ der DGMG tritt bei Männern mit einem Hormondefizit viel häufiger Diabetes (+ 68 Prozent) und/oder Bluthochdruck (+ 41 Prozent) auf. Außerdem hatten betroffene Männer im Schnitt einen höheren Body Mass Index von 29,5 – im Vergleich zu 26,7 bei Männern ohne Hormonmangel – und einen größeren Bauchumfang (109,1 cm statt 100,5 cm).
Hypogonadismus auch bei jüngeren Männern
Bei Männern über 40 tritt ein Testosteronmangel häufiger auf, aber auch Jüngere können betroffen sein – allerdings sind die Symptome unspezifisch, deshalb bleibt das Defizit oft unentdeckt. Mögliche ernsthafte Folgen wie Herz-Kreislauf-Erkrankungen oder ein höheres Risiko für Übergewicht und Diabetes würden dadurch entsprechend verzögert behandelt, so die DGMG. Einen „erheblichen Testosteronmangel“ attestierten die Wissenschaftler bei Werten unterhalb 2,5 ng/ml. Aber auch im Graubereich zwischen 2,5 und 3,5 ng/ml könne es bereits zu Mangelerscheinungen kommen.
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