Bluthochdruck und Diabetes bei Männern: Testosteronwerte prüfen

Bei beinahe jedem vierten Mann ist der Testosteronwert zumindest etwas zu niedrig, acht Prozent leiden unter einem Testosteronmangel. Zu diesem Ergebnis kommt eine groß angelegte Studie der Deutschen Gesellschaft für Mann und Gesundheit (DGMG) mit über 20.000 Teilnehmern. Die niedrigen Werte können erhebliche Folgen für die Gesundheit haben – unter anderem erhöhten sie das Diabetes- und Bluthochdruckrisiko.

Deutliche Auswirkungen auf die Gesundheit

Testosteron ist nicht nur ein Sexualhormon, sondern auch an einer Vielzahl körperlicher Prozesse beteiligt, etwa am Muskel-, Fett, Knochen- und Zuckerstoffwechsel. Aus diesem Grund kann sich ein Mangel an Testosteron auf vielfältige Weise auswirken. Laut der „20.000er Testosteronstudie“ der DGMG tritt bei Männern mit einem Hormondefizit viel häufiger Diabetes (+ 68 Prozent) und/oder Bluthochdruck (+ 41 Prozent) auf. Außerdem hatten betroffene Männer im Schnitt einen höheren Body Mass Index von 29,5 – im Vergleich zu 26,7 bei Männern ohne Hormonmangel – und einen größeren Bauchumfang (109,1 cm statt 100,5 cm).

 

Hypogonadismus auch bei jüngeren Männern

Bei Männern über 40 tritt ein Testosteronmangel häufiger auf, aber auch Jüngere können betroffen sein – allerdings sind die Symptome unspezifisch, deshalb bleibt das Defizit oft unentdeckt. Mögliche ernsthafte Folgen wie Herz-Kreislauf-Erkrankungen oder ein höheres Risiko für Übergewicht und Diabetes würden dadurch entsprechend verzögert behandelt, so die DGMG. Einen „erheblichen Testosteronmangel“ attestierten die Wissenschaftler bei Werten unterhalb 2,5 ng/ml. Aber auch im Graubereich zwischen 2,5 und 3,5 ng/ml könne es bereits zu Mangelerscheinungen kommen.

 

Quelle:

Ärzte Zeitung

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