Der Anteil der Labore an der Diagnosefindung
Sie identifizieren Krankheitserreger und Antikörper, ermitteln eine Fülle an Blutwerten und tragen damit wesentlich dazu bei, dass Patienten gesund bleiben oder die richtige Behandlung erhalten. Etwa 100 Millionen Laboruntersuchungen rechnen allein die gesetzlichen Krankenversicherungen im Jahr für ihre 72,6 Millionen Versicherten ab. Das Kosten-Leistungs-Verhältnis ist günstig: Labordiagnostik trägt zu 64 Prozent zur Diagnosefindung bei, trotzdem fließen nur drei Prozent der Kassenausgaben in die Arbeit der Labore.
Blutuntersuchungen am häufigsten
Bei etwa 85 Prozent der Laboruntersuchungen ist Blut im Spiel: Blutdiagnostik ist wahrscheinlich die typischste Form der Labormedizin. Die Anzahl der weißen und roten Blutkörperchen zum Beispiel lässt entscheidende Schlüsse auf den Gesundheitszustand zu. Außerdem zeigen Blutfette, Enzyme, Stoffwechselprodukte und andere Werte frühzeitig Krankheiten an – so können Ärzte und Patienten gegensteuern. Deshalb spielen Labortests auch bei zahlreichen Vorsorgeuntersuchungen eine zentrale Rolle. Dass sich die Blutdiagnostik laufend weiterentwickelt, zeigt zum Beispiel das vergleichsweise neue Verfahren „Liquid Biopsy“: Dabei identifizieren Mediziner Krebszellen in einer Blutprobe – in bestimmten Fällen eine Alternative zur aufwändigen Entnahme einer Gewebeprobe.
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