STI-Erreger resistent gegen Antibiotika
Tripper, Syphilis und Chlamydien gehören zu den weltweit am verbreiteten sexuell übertragbaren Infektionen (STI). Die Krankheiten werden durch Bakterien ausgelöst: Gonorrhoe entsteht durch Gonokokken, Syphilis-Patienten infizieren sich mit dem Erreger Treponema pallidum und hinter einer Chlamydien-Infektion stecken die gleichnamigen Bakterien. Alle diese Erreger lassen sich in der Regel durch antibiotische Wirkstoffe bekämpfen, sodass die Betroffenen wieder genesen. Nun berichtet die WHO, dass manche Gonorrhoe-Stämme auf keine der zur Verfügung stehenden Antibiotika mehr reagieren. Mediziner beobachten zudem, dass auch Syphilis- und Chlamydien-Erreger auftauchen, gegen die Antibiotika wirkungslos bleiben.
Antibiogramm hilft, Resistenzen zu vermeiden
Auch hierzulande stellen Experten fest, dass STI schlechter auf Antibiotika ansprechen. Umso wichtiger wird es, die Erkrankungen korrekt zu behandeln: Je präziser der Erreger bestimmt wird, desto gezielter können Ärzte Antibiotika einsetzen. Patienten, bei denen eine STI festgestellt wurde, können mit ihrem Arzt zum Beispiel über ein Antibiogramm sprechen. Bei dieser Untersuchung analysieren Labormediziner genau, welcher Erregertyp die Infektion ausgelöst hat und prüfen, welcher Wirkstoff gegen diese Bakterienstämme wirkt. Anhand der Laborergebnisse verschreiben Ärzte dann das richtige Antibiotikum. Damit erhöht sich die Chance, die Infektion gleich mit der ersten Behandlung in den Griff zu bekommen. So lassen sich auch Resistenzen verhindern: Die Behandlung mit unpassenden Antibiotika oder Behandlungswiederholungen aufgrund der falschen Medikamentenauswahl geben Erregern die Möglichkeit, gegen die eingesetzten Wirkstoffe Resistenzen aufzubauen.
Quelle:
Weltgesundheisorganisation WHO

