Mückenschutz für alle, Impfung für Risikogruppen
Klimaverschiebungen wie mildere Winter, längere Sommer und mehr Regen schaffen günstigere Lebensbedingungen für Mückenarten, die ursprünglich in wärmeren Regionen beheimatet waren. So konnte sich etwa die die Aisatische Tigermücke in zahlreichen Ländern Europas ansiedeln. Sie gilt als wichtiger Überträger von Dengue- und Chikungunya-Viren. Um sich vor einer möglichen Infektion zu schützen, sollten Reisende im Süden Europas Mückenschutzmittel auftragen und vor allem morgens und abends lange, helle Kleidung tragen. Nachts schläft es sich unter Moskitonetzen möglichst sicher vor Mückenstichen. Bestimmten Personengruppen rät die Ständige Impfkommission zudem zu Impfungen gegen Chikungunya- bzw. Dengue-Fieber.
Nach der Reise weiterhin auf Mückenschutz achten
Auch wer von einer Reise in Gebiete mit mückenübertragenen Infektionen nach Hause kommt, sollte sich weiter schützen – mindestens 14 Tage lang. Der Grund: Tigermücken kommen auch bereits in Teilen Deutschlands vor. Besonders wohl fühlen sich die Insekten im Südwesten Deutschlands sowie in einzelnen Ballungsräumen wie Berlin. Bisher übertragen die heimischen Tigermücken aber keine Krankheiten. Sticht eine Mücke jedoch infizierte Urlauber*innen und nimmt dadurch Viren auf, kann es auch hierzulande zu Übertragungen kommen. Zudem gilt: Unklare fiebrige Erkrankungen nach einer Reise sollten Betroffene ärztlich abklären lassen.

