Lebensgefährliche Infektionen vermeiden
Invasive Meningokokken-Erkrankungen treten hierzulande zwar selten auf, verlaufen jedoch häufig schwer und können zu bleibenden Spätfolgen und Todesfällen führen. Besonders tückisch ist der Krankheitsverlauf: Aus anfangs eher allgemeinen Symptomen wie Kopfschmerzen und Fieber entwickeln sich innerhalb weniger Stunden lebensgefährliche Infektionen. Sie werden vor allem von den Untergruppen (Serogruppen) A, B, C, W, und Y der Meningokokken verursacht. All diese Erkrankungen lassen sich durch Schutzimpfungen vermeiden.
STIKO passt Impfempfehlung an
Den Impfschutz gegen Meningokokken der Serogruppe B erhalten schon die Kleinsten. Die Grundimmunisierung startet gemäß des Impfkalenders der STIKO bereits im Alter von zwei Monaten. Ein neuer Vierfachwirkstoff schützt nun auch Kinder und Jugendliche auf einen Schlag vor den gefährlichen Erregern der Serogruppen A,C, W und Y. Daher kann die bisher empfohlene Impfung gegen Meningokokken C im Kleinkindalter entfallen.
Vierfach geschützt mit nur einem Piks
Epidemiologische Modelle zeigen: Eine Impfung im Alter von 12 bis 14 Jahren reduziert die Gefahr, an einer IME zu erkranken, besonders effektiv. Die Impfung erfolgt einmalig mit einem Vierfachwirkstoff und bedeutet für Eltern und Kinder keinen zusätzlichen Arzttermin, da sie im Rahmen der Jugendgesundheitsuntersuchung (J1) erfolgen kann. Wird die Impfung verpasst, sollte sie bis zum 25. Geburtstag nachgeholt werden, rät die STIKO.

