Keuchhusten erkennen – Impfung schützt vor Infektion

Die ersten hat es schon wieder erwischt: Triefnasen und Husten läuten die Erkältungssaison ein. Mitunter versteckt sich hinter der scheinbaren Erkältung jedoch ein Keuchhusten (Pertussis). Experten des Robert Koch-Instituts (RKI) weisen darauf hin, dass die Krankheit bei vielen Patienten weniger schwer verläuft. Das führt dazu, dass die Infektion nicht immer erkannt wird. Eine Impfung schützt vor der Erkrankung.

Junge Frau mit Husten wird von Arzt abgehört

Milder Verlauf, aber dennoch Keuchhusten

Typischerweise macht sich ein Keuchhusten zwischen sechs und 20 Tagen nach Ansteckung bemerkbar. Zu Beginn verspüren die Betroffenen eher unspezifische  Beschwerden in den Atemwegen. Sie bekommen etwa schlechter Luft oder atmen schneller. Im Laufe von ein bis zwei Wochen kommen dann ausgeprägte Hustenattacken hinzu, auch zischende, pfeifende oder brummende Nebengeräusche beim Atmen sind möglich. Bis die Beschwerden gänzlich abklingen, können mehr als zehn Wochen vergehen. Nach Beobachtung von Medizinern verläuft Keuchhusten heute jedoch eher selten derart ausgeprägt. Der Grund: Auch nach länger zurückliegenden Impfungen verfügt der Organismus noch über eine Teilimmunität. Wer unter Keuchhusten leidet, stellt jedoch eine Infektionsquelle für seine Mitmenschen dar. Das kann vor allem für Säuglinge gefährlich werden. Stecken sie sich an, drohen lebensbedrohliche Atemstillstände.

Keuchhusten-Verdacht mit Labortests abklären

Verdacht auf Keuchhusten sollten Patienten schöpfen, wenn sie länger als 14 Tage husten, unter Hustenattacken leiden, Atemgeräusche feststellen oder nach einem Hustenanfall erbrechen müssen. Neben einer gründlichen körperlichen Untersuchung wird der Arzt auch Labortests nutzen, um den Krankheitsverdacht abzuklären: Im Blut suchen Labormediziner nach Antikörpern gegen den Erreger. Den besten Schutz gegen Keuchhusten bietet eine Impfung. Sie wird allen Erwachsenen bei der nächsten Auffrischimpfung gegen Tetanus, Diphtherie und ggf. Kinderlähmung (Polio) empfohlen. Aus gutem Grund: Seit einigen Jahren tritt Keuchhusten immer häufiger auch bei Erwachsenen auf. Noch 1995 betraf Keuchhusten schwerpunktmäßig Jugendliche, im Jahr 2009 lag das durchschnittliche Alter eines Keuchhusten-Patienten bei 42 Jahren, so die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung.

 

Quellen:

Robert Koch-Institut

Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung

Medical Tribune