Atemnot bei Säuglingen
Keuchhusten (Pertussis) verbreitet sich über die sogenannte Tröpfcheninfektion beim Husten, Niesen oder sogar Sprechen. Die Erkrankung ist sehr ansteckend: In winzigen Speicheltröpfchen können die Erreger auch bei Entfernungen von bis zu einem Meter zur Infektion führen. Anders als bei „normalem“ Husten dauern die Hustenanfälle länger und sind zudem heftiger. Dadurch können bei Säuglingen Atemstillstände auftreten. Die quälenden Hustenanfälle können über vier bis sechs Wochen anhalten.
Mamas Antikörper fürs Baby
Schwangere sollten sich nach dem zweiten Schwangerschaftsdrittel impfen lassen. Die vom Immunsystem der Mutter gebildeten Antikörper treten im letzten Drittel der Schwangerschaft auf das ungeborene Kind über und vermitteln einen Schutz, so lange das Neugeborene in den ersten Lebensmonaten noch nicht selbst ausreichend geimpft ist. Fachmediziner*innen raten in jeder Schwangerschaft zur Impfung gegen Pertussis, unabhängig davon, wann die werdende Mutter zuletzt gegen Keuchhusten geimpft wurde.
Auffrischimpfung für Erwachsene schützt auch Säuglinge
Problematisch: Bei Jugendlichen und Erwachsenen verläuft die Erkrankung häufig als lang andauernder Husten, jedoch ohne die typischen Hustenanfälle. In solchen Fällen bleibt die Erkrankung unentdeckt, sodass Betroffene andere jedoch unbemerkt anstecken können. Erwachsene sollten daher auf einen vollständigen Impfschutz gegen Keuchhusten achten. Sie können sich bei der Auffrischung gegen Tetanus und Diphtherie auch noch einmal gegen Keuchhusten impfen lassen.

