Masern mit gefährlichen Komplikationen
Eine Masernerkrankung ist kein Kinderspiel. Das Virus löst bei fast allen ungeschützten Menschen Symptome aus. Dazu gehören Fieber, Husten und der typische Hautausschlag, der sich über den ganzen Körper ausbreitet. Zudem besteht das Risiko von Komplikationen:
- 9 von 100 Erkrankten entwickeln eine schmerzhafte Mittelohrentzündung.
- 6 von 100 Erkrankten müssen mit einer Lungenentzündung rechnen.
- Eine Masern-Infektion kann das Immunsystem bis zu 12 Monaten oder sogar länger schwächen.
- Bei immerhin bis zu elf von 100.000 Erkrankten kommt es zudem zu einer gefährlichen Gehirnentzündung.
Besonders komplikationsgefährdet sind ungeimpfte Kinder unter fünf Jahren und Erwachsenen über 20 Jahren.
Masernimpfung schützt
In Deutschland gilt eine Masernimpfpflicht für Kinder und Menschen, die in Gemeinschaftseinrichtungen arbeiten. Die Ständige Impfkommission (STIKO) empfiehlt die erste MMR-Impfung in der Regel im Alter von 11 Monaten. Die zweite MMR-Impfung soll im Alter von 15 Monaten verabreicht werden. Sie kann frühestens 4 Wochen nach der ersten MMR-Impfung erfolgen. Erst nach der zweiten Impfung besteht vollständiger Impfschutz: Statistiken zeigen, dass die Geimpften zu 98 bis 99 Prozent gegen eine Maserninfektion geschützt sind. Wer keine oder nur eine Masernimpfung bekommen hat, sollte die zweite Impfung schnellstmöglich nachholen.


