Entzündugsprozesse können Herz angreifen
Sowohl Viren, die Atemwegserkrankungen wie Grippe, RSV und Corona auslösen, als auch Bakterien wie Pneumokokken können der Herzgesundheit schaden. Denn: Sie lösen Entzündungsprozesse aus, die Gefäße schädigen, zu vermehrter Blutgerinnung führen und Herzinfarkte begünstigen können. Manche Erreger greifen zudem direkt den Herzmuskel an. Das belegen auch Studien. Einer Untersuchung aus Kanada zeigt zum Beispiel, dass sich das Risiko für einen akuten Herzinfarkt bei einer Influenza schon in jüngeren Jahren erhöht: Bei Menschen über 35 Jahren steigt das Risiko für einen Herzinfarkt in den ersten 7 Tagen der Erkrankung um das sechsfache. Umgekehrt senkt die Grippeimpfung laut einer internationalen Studie schwere Herz-Kreislauf-Ereignisse nach einem Herzinfarkt um rund 28 Prozent.
Impfberatung und Impfstatus in Prävention von Herz-Kreislauf-Erkrankungen einbetten
Gerade im Alter steigt das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Trotz der Schutzwirkung fürs Herz liegen die Impfquoten bei Menschen über 60 Jahren gegen Infektionskrankheiten niedrig. 2024 waren nur 34 Prozent der Älteren gegen Grippe geimpft und sogar nur 21 Prozent gegen Pneumokokken. Mediziner*innen plädieren daher dafür, dass Impfstatus und Impfberatung ebenso ein fester Bestandteil der Vorsorge gegen Herz-Kreislauf-Erkrankungen werden, wie es für die Kontrolle von Risikofaktoren wie Blutdruck, Fettstoffwechsel oder Diabetes bereits der Fall ist.
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