Risiken mit Bluttests frühzeitig erkennen
Die Gesundheit von Gefäßen und Herz können Mediziner*innen mit einer Vielzahl von Untersuchungen erkennen. Neben einer gründlichen Anamnese, EKG und bildgebenden Verfahren wie ein Ultraschall des Herzens (Echokardiographie) geben auch bestimmte Blutwerte Hinweise auf gesundheitliche Risiken fürs Herz. Die Autor*innen der neuen Leitlinie „Management kardiovaskulärer Komorbiditäten entzündlich-rheumatischer Erkrankungen“ empfehlen daher, die Werte von NT-proBNP und Troponin zu kontrollieren. Damit lassen sich Erkrankungen wie Herzschwäche oder Herzmuskelentzündungen feststellen, die häufig in frühen Stadien keine oder nur unspezifische Beschwerden verursachen.
Bluttests auf „Herz“-Eiweiße
Ein Bluttest auf NT-proBNP zeigt, wie stark der Herzmuskel pumpen kann und zeigt frühzeitig eine Herzinsuffizienz an. Der Eiweißstoff wird in den Muskelzellen des Herzens gebildet und ausgeschüttet, wenn das Herz unter Druck steht und heftiger als normal pumpen muss. Daher zeigt die Menge von NT-proBNP im Blut nicht nur an, ob sich eine Herzschwäche anbahnt. Die Werte geben auch Aufschluss über den Schweregrad einer Herzmuskelschwäche. Das Eiweiß Toponin wiederum gilt als zuverlässiger Biomarker, um entzündliche Schäden am Herz zu erkennen. Der Troponin-Wert kann ebenfalls anhand einer Blutprobe bestimmt werden. Bestätigt sich der Verdacht auf eine Auswirkung der Rheuma-Erkrankung auf Herz, empfehlen die Leitlinien-Autor*innen regelmäßige Kontrollen beider Blutwerte.

