Europäische Gesundheitsbehörde warnt vor Impfmüdigkeit

Seit dem Ende der Covid-19-Pandemie steigen die Zahlen von Erkrankungen, die sich mit Impfungen verhindern lassen, wieder deutlich an. Darauf weist die europäische Gesundheitsbehörde ECDC hin. Auch in Deutschland liegen die Impfquoten gegen Masern noch zu niedrig, um die Erkrankung vollständig zu beseitigen.

Masern und Keuchhusten auf dem Vormarsch

Die Zahl von Masern- und Keuchhusten-Erkrankungen, die durch Impfungen vermieden werden können, steigen seit 2023 in Europa wieder an. Zahlen des ECDC zeigen: In den Mitgliedsstaaten der Europäischen Union (EU) traten zwischen März 2023 und Ende Februar 2024 insgesamt 5770 Masern-Erkrankungen auf, von denen fünf tödlich endeten. Auch die Zahl der Keuchhustenfälle (Pertussis) ist 2023 und 2024 angestiegen – und zwar um den Faktor 10 im Vergleich zu den Jahren 2021 und 2022. Auch in Deutschland reicht die Zahl derjenigen, die vollständig gegen Masern geimpft sind, noch nicht aus, um die Erkrankung vollständig zu beseitigen.

Umfassend informieren - Impfungen nutzen

Masern und Keuchhusten gehören zu den vermeidbaren Erkrankungen, gegen die bereits die Kleinsten geimpft werden können. Die Ständige Impfkommission (STIKO) empfiehlt, Kinder so früh wie möglich vor der Ansteckung zu schützen. Entsprechende Impfangebote starten daher ab einem Alter von sechs Wochen. Moderne Mehrfachimpfstoffe sind nachgewiesenermaßen wirksam und gesundheitlich sicher. Das Robert Koch-Institut bietet umfassende Informationen an, die typische Impfmythen faktenbasiert aufklären.

Quelle:

ECDC

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