Zecken: nie über 1,50 Meter

Zecken klettern auf Bäume und lassen sich auf Menschen fallen? Falsch! Dieser Mythos hält sich zwar hartnäckig, stimmt aber trotzdem nicht: Eine erwachsene Zecke schafft es gerade einmal 1,50 Meter hoch auf Büsche oder Gräser.

Anhängliche Blutsauger

Ab einer Temperatur über sieben Grad Celsius gehen Zecken auf Beutejagd. An Grashalmen, Stauden und Büschen warten sie auf einen Wirt. Dass potenzielle Opfer nahen, erkennen Zecken an Bodenerschütterungen und dem Geruch von Schweiß und Atem. Nicht immer sticht die Zecke sofort zu, sondern krabbelt auf der Suche nach einer geeigneten Einstichstelle zum Teil mehrere Stunden auf ihrem Wirt herum – sie bevorzugt dünne, gut durchblutete Hautstellen. Bis zu 15 Tagen saugt sie sich dann an dieser Stelle fest und ernährt sich vom Blut ihres Wirtes. Nach einer Landpartie sollten sich Naturfreunde daher auf Zecken absuchen.

Zeckenstich überträgt Erreger

Bei der Blutmahlzeit gibt die Zecke einen Teil der Flüssigkeit mit Speichel vermischt wieder zurück. Dabei kann sie Bakterien wie Borrelien auf ihren Wirt übertragen. Experten gehen davon aus, dass 20 bis 30 Prozent der Zecken in Deutschland mit Borrelien infiziert sind. Außerdem übertragen Zecken Viren, die Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME) auslösen können. Während Zecken mit Borrelien in ganz Deutschland vorkommen, finden sich Zecken mit FSME-Viren vor allem in Süddeutschland. Experten registrieren jedoch, dass zunehmend FSME-Erkrankungsfälle aus dem Norden und Osten Deutschlands gemeldet werden. An manchen Stellen liegt die Zahl der Zecken, die das FSME-Virus in sich tragen, bei bis zu fünf Prozent.


Quelle:

Infoportal www.zecken.de

 

Lesen Sie auch Milde Sommernächte: Jagdsaison für Zecken

Weitere Informationen zu diesen Themen