Weltkindertag

Ein wegweisender Stich zum Start ins Leben: Um angeborene Hormonstörungen oder Stoffwechselkrankheiten zu erkennen, können Familien ein Neugeborenen-Screening durchführen lassen.

4 Tropfen Blut

In der Regel entnimmt der Arzt oder die Hebamme dazu am dritten Lebenstag vier Tropfen Blut aus der Ferse des Säuglings.

Die Blutstropfen müssen etwa zwei Tage lang auf einem speziellen Filterpapier trocknen. Im Labor wird das Material schließlich auf 14 potenziell angeborene Krankheiten geprüft. Nach der Richtlinie des Bundesausschusses der Ärzte und Krankenkassen dürfen weitere Daten nicht ohne das gesonderte Einverständnis der Eltern ermittelt werden.

 

Auch die besten Mediziner können nicht alle Krankheiten aufgrund der Früherkennung verhindern. In den meisten Fällen gewährleistet eine frühzeitige Behandlung jedoch, dass sich das Kind normal entwickelt. Liegt etwa eine Unterfunktion der Schilddrüse vor, können mit einer Zugabe von Hormonen schwere Schäden in der körperlichen Entwicklung vermieden werden. Eine Spezialdiät verhindert ein Erblinden oder Leberversagen bei der eher seltenen Erkrankung Galaktosämie, einem Defekt im Stoffwechsel eines Milchzuckerbestandteils. Voraussetzung: Die Krankheiten werden früh erkannt und rechtzeitig therapiert.

 

Mehr dazu lesen Sie im IPF-Faltblatt Suchtests bei Schwangeren und Neugeborenen.

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