Schwangerschaft: zehn bis 15 Kilo mehr

Eine Frau nimmt während einer normalen Schwangerschaft etwa zehn bis 15 Kilogramm zu. Übergewichtige Frauen, die mit einem Body Mass Index (BMI) von 25 bis 30 in die Schwangerschaft starten, sollten hingegen nicht mehr als elf Kilogramm mehr auf die Waage bringen. Kommen mehr Pfunde hinzu, sind Komplikationen möglich.

Intensive ärztliche Begleitung

Übergewichtige Schwangere sollten sich medizinisch intensiv begleiten lassen und zusätzlich zu den regelmäßigen Untersuchungsterminen ihr Gewicht kontrollieren. Denn: Sie tragen ein höheres Risiko für zum Beispiel Wassereinlagerungen, Schwangerschaftsdiabetes und sogar Fehlgeburten. Mediziner der Universität Greifswald stellten zudem fest, dass jede achte werdende Mutter mit einem BMI zwischen 35 und 40 zu hohen Bluthochdruck hatte. Bei normalgewichtigen Frauen war es nur gut eine von hundert. Das Problem: Bluthochdruck begünstigt Präeklampsie. Niere oder Leber können dadurch geschädigt werden.

 

Ernährung der Mutter prägt Stoffwechsel des Kindes

Auch der Lebensstil von Schwangeren wirkt sich auf den Stoffwechsel des Kindes aus. Mediziner nennen diesen Prozess „perinatale Programmierung“ – externe Einflüsse vor und in den ersten Monaten nach der Geburt prägen grundlegende Stoffwechselprozesse. So beeinflussen Ernährung und Hormone in bestimmten Entwicklungsphasen, wie der Organismus des Kindes Zucker verwertet oder ob er dazu neigt, vermehrt Fett zu speichern. Studien legen nahe, dass diese Programmierung lebenslang wirkt und so im späteren Leben zum Beispiel Übergewicht begünstigen kann.

 

Quellen:

familienplanung.de – Portal der BZgA

Berufsverband der Frauenärzte e.V. und Deutsche Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe e.V.

Adipositas-Stiftung Deutschland

Mehr lesen:

IPF-Faltblatt Suchtests für Schwangere und Neugeborene

IPF Im Fokus: Schwangerschaftsdiagnostik

IPF Tipp der Woche: Übergewicht: sicher durch die Schwangerschaft

Weitere Informationen zu diesen Themen