Intensive ärztliche Begleitung
Übergewichtige Schwangere sollten sich medizinisch intensiv begleiten lassen und zusätzlich zu den regelmäßigen Untersuchungsterminen ihr Gewicht kontrollieren. Denn: Sie tragen ein höheres Risiko für zum Beispiel Wassereinlagerungen, Schwangerschaftsdiabetes und sogar Fehlgeburten. Mediziner der Universität Greifswald stellten zudem fest, dass jede achte werdende Mutter mit einem BMI zwischen 35 und 40 zu hohen Bluthochdruck hatte. Bei normalgewichtigen Frauen war es nur gut eine von hundert. Das Problem: Bluthochdruck begünstigt Präeklampsie. Niere oder Leber können dadurch geschädigt werden.
Ernährung der Mutter prägt Stoffwechsel des Kindes
Auch der Lebensstil von Schwangeren wirkt sich auf den Stoffwechsel des Kindes aus. Mediziner nennen diesen Prozess „perinatale Programmierung“ – externe Einflüsse vor und in den ersten Monaten nach der Geburt prägen grundlegende Stoffwechselprozesse. So beeinflussen Ernährung und Hormone in bestimmten Entwicklungsphasen, wie der Organismus des Kindes Zucker verwertet oder ob er dazu neigt, vermehrt Fett zu speichern. Studien legen nahe, dass diese Programmierung lebenslang wirkt und so im späteren Leben zum Beispiel Übergewicht begünstigen kann.
Quellen:
familienplanung.de – Portal der BZgA
Berufsverband der Frauenärzte e.V. und Deutsche Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe e.V.
Adipositas-Stiftung Deutschland
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