Prävention: 25 Prozent Männeranteil

Männer kümmern sich nicht um gesundheitliche Vorsorge? Das stimmt nur zum Teil. Knapp zwei Millionen Teilnehmer nutzten im Jahr 2010 Präventionskurse der Gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) – gerade einmal ein Viertel von ihnen war männlich. Lediglich das Programm zur Rauchentwöhnung stand bei Männern höher im Kurs: Hier machten sie 43 Prozent der Anwesenden aus.

 

Jeder dritte raucht

Die Zahlen belegen es: Männer sind in der gesundheitlichen Prävention weniger aktiv. Wenn es um Suchtverhalten wie Rauchen, Alkohol- oder Drogenkonsum geht, sind sie allerdings weiterhin Risiko-Zielgruppe Nummer eins. Nach Daten des Statistischen Bundesamtes raucht etwa jeder dritte männliche Bundesbürger. Jährlich sterben 31.000 an den Folgen des Zigarettenkonsums: Lungenkrebs ist mit einer Sterberate von 7,2 Prozent die zweithäufigste Todesursache in der männlichen Bevölkerung.

 

Gefährlicher Alkoholkonsum

Riskant: Im Durchschnitt trinkt jeder dritte Mann gesundheitsgefährdend häufig, so der Drogen- und Suchtbericht der Bundesregierung 2013. Vor allem im Alter zwischen 18 und 29 Jahren liegt der Alkoholkonsum von Männern tendenziell höher, als es der Gesundheit gut tut. Die Folgen: Alkoholvergiftungen, Erkrankungen der Leber und vieles mehr.

 

Prävention

Damit die Vorsorge gelingt, bedarf es guter Aufklärung sowie passgenauer Methoden zur Früherkennung. Mit Blut- oder Urintests kann der Arzt Werte eines ungesunden Rauschmittelkonsums frühzeitig entdecken und gemeinsam mit den Betroffenen Gegenprogramme starten.

 

Mehr lesen:

IPF-Faltblatt Alkohol und Drogen

 

Quellen:

Robert Koch-Institut

Statistisches Bundesamt

Drogenbericht der Bundesregierung

Weitere Informationen zu diesen Themen