Eigentlich sollten Allergiker spätestens zu Beginn der kalten Jahreszeit aufatmen können. Ende Oktober sind die meisten allergieauslösenden Pollen aus der Luft. Selbst Frühblüher wie Haselstrauch oder Erle sorgen in der Regel erst ab März wieder intensiv für dicke Nasen und juckende Augen.
Früher unterwegs
Aber: Die globale Erwärmung bleibt nicht ohne Folgen. Um durchschnittlich zehn bis elf Tage hat sich die Pollensaison in den letzten 30 Jahren verlängert. Wegen der milden Temperaturen in Winter und Frühjahr blühen viele Pflanzen eher. Das bestätigen auch Untersuchungen des DWD aus dem Jahr 2010. Besonders Süddeutschland leidet demnach unter dem verstärkten Pollenflug durch das wärmere Klima. So fliegen dort etwa Gräserpollen nicht nur 20 Tage früher, sondern auch 24 Tage länger.
Höhere Konzentration
Auch die zunehmend warmen Sommer sorgen für Mehrbelastung. Viele Pflanzen blühen heftiger, sodass auch insgesamt mehr Pollen in der Luft sind. Eingeschleppte Pflanzen mit stark allergieauslösenden Pollen verschlimmern die Situation. Ambrosia beispielsweise, ein Unkraut, das bisher nur in Nordamerika gedieh, fühlt sich durch die steigenden Temperaturen zunehmend auch in Deutschland heimisch – und blüht im Winter.
Sichere Diagnose mit Bluttest
Ein Bluttest kann genau zeigen, welche Pollen eine Allergie auslösen. Bei der Suche helfen Antikörper im Blut. Diese Eiweißstoffe des Immunsystems geben dem Arzt wichtige Hinweise bei der Diagnose. Bis zu 700 verschiedene allergieauslösende Stoffe (Allergene) können per Bluttest bestimmt werden.
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