Lungenembolie: jährlich bis zu 100.000 Todesfälle

Jedes Jahr sterben in Deutschland bis zu 100.000 Menschen an den Folgen einer Lungenembolie. Das macht sie nach Herzinfarkt und Schlaganfall zur dritthäufigsten tödlichen Herz-Kreislauf-Erkrankung. Die häufigste Ursache für eine Lungenembolie ist eine Thrombose.

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Anzeichen einer Lungenembolie ernst nehmen

Ein Großteil der Todesfälle könnte verhindert werden, wenn alle Betroffenen die Anzeichen erkennen und ernst nehmen würden, so das Aktionsbündnis Thrombose. Eine Lungenembolie entwickelt sich in der Regel aus einer tiefen Venenthrombose. Dabei bildet sich meistens in den tiefer liegenden Venen der Beine und des Beckens ein Blutgerinnsel. Lösen sich Teile des Gerinnsels, können sie mit dem Blutfluss bis in die Blutgefäße der Lunge gelangen und dort schließlich steckenbleiben. Luftnot und Schmerzen in der Brust gelten als typische Symptome für eine Lungenembolie. Dann unbedingt den Notarzt rufen!

Krebserkrankung steigert Thrombose- und Embolie-Risiko

Jeder fünfte Krebspatient entwickelt Blutgerinnsel. Der Grund: Krebs beeinflusst die Gerinnungseigenschaften des Blutes, es verklumpt schneller. Laut Aktionsbündnis Thrombose gehören Lungenembolien zu den führenden Todesursachen bei Krebspatienten. Den Zusammenhang zwischen Krebs und Thrombose bzw. Lungenembolie kennen die meisten Krebspatienten jedoch nicht. So gaben in einer europäischen Umfrage 72 Prozent der Befragten an, nicht gewusst zu haben, dass sie als Krebspatienten ein höheres Thromboserisiko tragen.

 

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