Eiweiße zeigen an, ob die Leber richtig funktioniert
Die eigentliche Verdauung von Fetten findet dabei im Dünndarm statt. Dort löst die Gallenflüssigkeit das Fett aus dem Nahrungsbrei als winzige Tröpfchen heraus. Erst in dieser Form kann der Organismus die Fette weiterverarbeiten. Hat die Leber zu viel zu tun, kann das Organ selbst nicht mehr richtig funktionieren. In diesem Fall steigen die Konzentrationen bestimmter Eiweiße (AST, ALT, Gamma-GT, AP, Bilirubin), andere Eiweiße nehmen ab (Albumin, TPZ). Mit einer einfachen Blutuntersuchung (GPT-Test) misst der Arzt die Leberwerte und stellt fest, ob und wie das Organ Hilfe braucht.
Medikamente nach Anordnung einnehmen
Patienten können dazu beitragen, dass die Leber gesund bleibt. Sie sollten Alkohol in Maßen trinken, sich auch im Winter genug bewegen und durch eine zucker- und fettarme Ernährung einen guten Blutzuckerspiegel anstreben. Außerdem wichtig: Medikamente nur nach Anordnung des behandelnden Arztes einnehmen. Das gilt insbesondere, wenn die Leber schon beeinträchtigt ist. Dann sind etwa Schmerzmittel tabu, weil diese die Leber zusätzlich beanspruchen. Allerdings weiß das laut STADA Gesundheitsreport 2015 weniger als die Hälfte (45 Prozent) der Menschen in Deutschland. Betroffene greifen bei Bedarf dann doch oft zur schmerzlindernden Tablette.
Quellen:
Ärztliches Zentrum für Qualität in der Medizin: Patienteninformation Lebererkrankungen
Mehr lesen:
IPF-Faltblatt Lebererkrankungen
IPF Tipp der Woche: Nach den Festtagen: Gute Vorsätze für eine gesunde Leber

