Krebs: Sterberisiko sinkt um 15,4 Prozent

Krebserkrankungen sind in Deutschland die zweithäufigste Todesursache. Doch dank erfolgreicher Früherkennung und Fortschritten in der Therapie sank zwischen 1999 und 2008 das generelle Risiko für Männer, an Krebs zu versterben um 15,4 Prozent (Frauen: 11,3 Prozent).

Mehr Neuerkrankungen

Diese Zahlen der Studie „Gesundheit in Deutschland aktuell 2010“ (GEDA)* des Robert Koch-Instituts stimmen zunächst positiv. Ihnen gegenüber stehen allerdings vermehrte Neuerkrankungen. So stieg ebenfalls zwischen 1999 und 2008 die Anzahl neuerkrankter männlicher Krebspatienten um 22 Prozent (Frauen: 13,1 Prozent). Am häufigsten ist die Prostata befallen, darauf folgen Darm und Lunge.

 

Arzt ist wichtigste Infoquelle

Karzinome frühzeitig zu erkennen, kann Leben retten. Immerhin ließen zwei Drittel der Befragten der GEDA-2010-Studie bereits eine entsprechende Untersuchung durchführen. Wichtigste Informationsquelle zu diesem Thema ist in den überwiegenden Fällen der (Haus-)Arzt. Wer sich nicht gut informiert fühlt, nimmt auch seltener Vorsorgeuntersuchungen in Anspruch.

 

Alter und Status

Je älter Männer sind, desto mehr nutzen sie die Möglichkeit, Erkrankungen – auch ohne erste Symptome – diagnostizieren zu lassen. Auch der Bildungsgrad sowie der sozioökomische Status beeinflussen, wie intensiv sich die Patienten mit der Früherkennung auseinandersetzen und für ihre Gesundheit einstehen.

 

*Die Studie mit den Daten bis 2012 liegt aktuell noch nicht vor.

 

Quelle:

GEDA-Studie