66.000 diagnostisch bestätigte Grippeinfektionen zählten die Experten des RKI im Winter 2012/2013. Dies bestätigt: Die meisten Menschen kommen im Winter mit einer einfachen Erkältung davon. Zwar verläuft auch diese Erkrankung mitunter sehr unangenehm. Und ebenso wie die Grippe (Influenza) wird sie durch Viren ausgelöst. Doch damit enden die Gemeinsamkeiten.
Grippe-ABC
Zunächst einmal: Grippe und Erkältung werden durch unterschiedliche Virenarten ausgelöst. Die wesentlichen Unterschiede zwischen Grippe und Erkältung beginnen bereits bei den auslösenden Viren. Hinter einer einfachen Erkältung können weit über 100 Viren stecken. Eine echte Grippe verursachen nur Influenza – oder auf Deutsch – Grippevieren. Unter den drei Typen A, B und C gibt es jeweils verschiedene Virenstämme. Am häufigsten lösen Influenza-Viren vom Typ A und B Grippeerkrankungen beim Menschen aus.
Heftig und hartnäckig
Eine Grippeerkrankung überfällt Betroffene in der Regel sehr schnell: Innerhalb weniger Stunden fühlen sich die meisten Patienten sehr krank, bekommen hohes Fieber und Schüttelfrost und leiden zusätzlich an Kopf-, Muskel- und Gliederschmerzen im ganzen Körper. Auch nach Abklingen der Symptome fühlen sich viele Genesende noch länger schlapp.
Schnelle Diagnostik beugt Komplikationen vor
Patienten sollten einen Arzt aufsuchen, wenn sie eine Grippeinfektion bei sich vermuten. Dies gilt vor allem für Menschen, denen aufgrund ihres Lebensalters (über 60 Jahre) oder chronischer Grunderkrankungen eine Grippe besonders gefährlich werden kann. Dann hilft eine schnelle Diagnose: Anhand eines Rachen- oder Nasenabstrichs werden im Labor charakteristische Abschnitte im Erbgut des Virus nachgewiesen. So ermitteln die Labormediziner auch, um welchen Virenstamm es sich handelt.
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