FSME: Etwa 40 Prozent noch nach einem Jahr mit neurologischen Beschwerden

Spätestens mit den inzwischen frühlingshaften Temperaturen treiben Zecken wieder verstärkt ihr Unwesen. Die kleinen Blutsauger übertragen unter anderem die Erreger der Frühsommermeningozephalitis (FSME). Die Erkrankung kann auch das zentrale Nervensystem schädigen. Fachleute beobachten: Etwa 40 Prozent der Betroffenen zeigen bis zu einem Jahr nach der Erkrankung noch neuro-psychologische Schäden.

Das Foto zeigt einen Mann mittleren Alters. Er trägt ein weißes, langärmliges Shirt und hat graumelierte Haare. Er stützt den Kopf in die Hände und wirkt erschöpft.
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30 Prozent der Infektionen mit zweiter Krankheitsphase

FSME verläuft häufig ohne Symptome. Bei 20 bis 30 Prozent der Infektionen tritt jedoch die zweite Krankheitsphase mit neurologische Krankheitserscheinungen auf, bei der 80 bis 85 Prozent der Betroffenen Symptome des zentralen Nervensystems entwickeln. Neben Kopfschmerzen und Schwindel können lebensbedrohliche Entzündungen des Gehirns, der Hirnhäute und des Rückenmarks auftreten, die zu Atemproblemen und Lähmungen führen. Nicht immer bilden sich neurologische Auswirkungen der FSME-Infektion vollständig zurück. Bei etwa 40 Prozent der Patient*innen zeigen sich auch nach einem Jahr noch Einschränkungen wie Müdigkeit, Konzentrationsschwierigkeiten oder Muskelschwächen.

FSME-Impfquote bei nur 20 Prozent

Trotz der Gefahr und der Verbreitung von Zecken nutzen nur relativ wenige Menschen die verfügbare Schutzimpfung: In ausgewiesenen FSME-Risikogebieten liegt die Impfquote bei etwa 20 Prozent der Bevölkerung, bundesweit dürfte sie noch niedriger sein. Dass die Impfung zuverlässig vor FSME schützt, belegt eine andere Zahl: Nahezu alle Menschen (98 Prozent), bei denen eine FSME-Infektion diagnostiziert wird, sind nicht geimpft. Für die Grundimmunisierung sind drei Impfungen innerhalb eines Jahres erforderlich. Eine Auffrischung ist erst nach fünf Jahren erforderlich.

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