Kontinuierlich weniger Testosteron
Ab 60 Jahren sind auch Männer vermehrt depressiv verstimmt, müde, nervös oder leiden manchmal an einer Art Hitzewallung. Bei vielen Betroffenen lässt auch die sexuelle Lust nach oder es fällt ihnen schwerer, eine Erektion zu bekommen. Ein Grund für diese Beschwerden kann ein zu niedriger Testosteronspiegel sein, so Experten der Deutschen Gesellschaft für Endokrinologie (DGE). Anders als bei Frauen in den Wechseljahren, deren Körper innerhalb weniger Jahre einen radikalen Umbau des Hormonhaushalts verkraften muss, senkt der männliche Organismus die Hormonproduktion kontinuierlich über viele Jahre. Beschwerden treten erst auf, wenn das Testosteron einen bestimmten Grenzwert unterschreitet.
Labortest vor Behandlung
Wer unter Symptomen leidet, die auf einen Testosteronmangel hinweisen, sollte auf keinen Fall einfach zu Testosterongels oder -salben greifen. Zunächst muss geklärt werden, ob der Mangel tatsächlich behandlungsbedürftig sei, so die DGE. Dazu lässt der Arzt eine Blutprobe im Labor untersuchen. Da Testosteron sowohl an bestimmte Proteine gebunden als auch ohne diese chemische Verbindung (freies Testosteron) vorkommt, bestimmen Labormediziner beide Werte. Eine Hormonersatztherapie sollten Betroffene immer in die Hände eines fachkundigen Arztes legen. Er wird die richtige Dosis festlegen – und den Behandlungserfolg regelmäßig kontrollieren.
Quelle:
Deutsche Gesellschaft für Endokrinologie
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