Die Rate der neu Erkrankten liegt bei 5,5 pro 100.000 Personen – und kommt damit so häufig vor wie Typ 1-Diabetes. Unentdeckt und unbehandelt kann die sexuell übertragbare Infektion (STI) Gefäße, Nerven, Skelett, Organe und Gehirn schwer schädigen.
Bei Krankheitsverdacht zum Arzt
Ausgelöst wird die Geschlechtskrankheit durch Bakterien (Treponema pallidum). Erste Anzeichen können Geschwüre am Penis, an den Schamlippen, in der Scheide sowie am und im Mund oder Po sein. In der Regel verursachen sie keine Schmerzen. Wer sexuell aktiv ist und solche Symptome an sich beobachtet, sollte dennoch unbedingt mit seinem Arzt sprechen. Denn auch, wenn die Geschwüre nach vier bis sechs Wochen abheilen, ist die Krankheit keineswegs überstanden. Sie kann ohne Behandlung in schwerere Stadien übergehen. Zwischen den Krankheitsphasen können mehrere beschwerdefreie Jahre liegen.
Labortests bringen Klarheit
In der ersten Phase der Krankheit lässt sich Syphilis relativ einfach diagnostizieren. Dazu reicht eine Blutuntersuchung auf spezifische Antikörper gegen den Erreger. Fällt der Suchtest positiv aus, sichert ein weiterer Test die Diagnose ab. Ist die Infektion bereits im zweiten Stadium, machen es vielfältige, unspezifische Symptome wie Fieber oder wiederkehrende Hautausschläge den Medizinern deutlich schwerer, eine Syphilis zu erkennen und entsprechende Laboruntersuchungen zu veranlassen. Die Tests liefern allerdings auch in späten Phasen der Krankheit zuverlässige Ergebnisse für die korrekte Diagnose.
Quellen:
Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung
AWMF-Leitlinie „Diagnostik und Therapie der Syphilis“
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