Gefährlich: unerkannte Infektionen
Experten des RKI gehen davon aus, dass sich 2013 in Deutschland 3.200 Menschen mit HIV angesteckt haben. Damit liegt die Zahl der Neuinfektionen ähnlich hoch wie in den Vorjahren. Allerdings schätzen sie, dass im Jahr 2013 allein 14.000 Menschen infiziert waren, ohne es zu wissen. Im Jahr 2012 gingen sie nur von 13.000 Betroffenen aus. Dennoch wähnen sich viele auf der sicheren Seite, wenn der Partner angibt, nicht mit HIV infiziert zu sein. Wenn es aus diesem Grund zu ungeschütztem Sex kommt, einer von beiden aber noch nichts von seiner HIV-Infektion weiß, steigt das Ansteckungsrisiko für alle, so die Experten.
Infiziert? HIV-Test klärt auf
Menschen, die ungeschützten Vaginal- oder Analsex hatten oder Abenteuer mit unbekannten Sexualpartnern erleben, sollten sich auf HIV testen lassen. Labormediziner untersuchen eine Blutprobe direkt auf den Virus oder bereits gebildete Antikörper. Im Standardverfahren lassen sich diese nach drei Monaten zuverlässig nachweisen. Mit modernen PCR- oder HIV-Antikörpertests kann die Laboranalyse jedoch deutlich früher klären, ob eine Ansteckung vorliegt. Wichtig: Der Test eignet sich nicht zur Prävention. Wer in den drei Monaten vor der Blutabnahme, in der Wartezeit aufs Testergebnis oder danach Sex ohne Kondom hatte, kann trotz eines negativen Ergebnisses infiziert sein und andere anstecken.
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