Ursachen für ungewollte Kinderlosigkeit finden

Der September gehört mit durchschnittlich etwa 60.000 Babys zu den geburtenstärksten Monaten im Jahr. Aber nicht alle Paare können sich über Nachwuchs freuen. Studien zeigen, dass 53 Prozent der Frauen und 62 Prozent der Männer zwischen 30 und 39 Jahren bereits länger als fünf Jahre aufs Wunschkind warten müssen. Die meisten von ihnen haben bisher nicht den Gedanken gehabt, dass es auf natürlichem Wege möglicherweise nicht klappt. Das IPF informiert: Labortests helfen dabei, gesundheitliche Ursachen für ungewollte Kinderlosigkeit zu finden – und wenn möglich zu behandeln.

Unglückliches Männer- und Frauengesicht

Sexuelle Gesundheit prüfen

Zu den häufigsten Ursachen ungewollter Kinderlosigkeit gehören unerkannte Chlamydien-Infektionen. Sie liegen bei fast jedem dritten von Kinderlosigkeit betroffenen Paar vor. Unbehandelt steigt das Risiko für Entzündungen der Nebenhoden oder Verklebungen der Samen- bzw. Eileiter. Mittels Urintest und Laboruntersuchung eines Zellabstrichs aus dem Gebärmutterhals der Frau bzw. der Harnröhre des Mannes oder der Spermien selbst können Mediziner die Infektion diagnostizieren und mit Antibiotika erfolgreich bekämpfen.

Spermiogramm und Hormoncheck

Auch die Qualität der Spermien entscheidet mit über die Verwirklichung des Kinderwunsches. Anhand einer Spermaprobe untersuchen Mediziner die Anzahl und Beweglichkeit der Spermien und messen den pH-Wert der Samenflüssigkeit. In sehr saurem Milieu sterben die Samenzellen ab. Hormonelle Störungen verhindern womöglich, dass die Hoden richtig arbeiten. Medikamente können die Hodenfunktion je nach Befund wieder normalisieren. Bei Frauen beeinträchtigen hormonelle Probleme unter Umständen die Funktion der Eierstöcke oder die Eireifung. Ursache hierfür können etwa eine Überproduktion von männlichen Geschlechtshormonen oder eine Über- bzw. Unterfunktion der Schilddrüse sein.


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