Safer Sex schützt vor Infektion
Auch wenn niemand gern darüber spricht: STI wie Chlamydien, HPV, Gonorrhö (Tripper) und Syphilis sind weit verbreitet. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) geht davon aus, dass sich täglich weltweit etwa eine Million Menschen mit einer STI anstecken. Die erfolgt je nach STI durch direkten Kontakt mit infizierten Körperflüssigkeiten wie Sperma oder Vaginalsekret und durch direkten Kontakt mit befallenen Schleimhäuten von Vagina, Penis oder After. Schützende Barrieren wie Kondome oder Lecktücher können das Ansteckungsrisiko über diese Wege deutlich reduzieren. Bei einer sogenannten Schmierinfektion reicht auch indirekter Kontakt, um sich anzustecken, etwa wenn Erreger zum Beispiel über Finger oder Sexspielzeuge weitergegeben werden. Hier hilft Hygiene, damit aus der Liebeslust kein Infektionsfrust wird.
Beschwerden nicht nur untenrum
Die meisten STI machen sich durch Beschwerden im Intimbereich bemerkbar. Treten nach dem feurigen Urlaubsflirt Symptome wie Juckreiz, Ausfluss, Hautrötungen, Ausschlag oder andere Hautveränderungen auf oder stellen sich Schmerzen beim Urinieren oder beim Sex ein, sollten Betroffene sich untersuchen lassen. Mitunter entwickeln sich jedoch zusätzlich sekundäre Infektionsherde. Syphilis-Infektionen können zum Beispiel zu Bläschen und kleinen Geschwüren im Mundbereich sowie Hautrötungen am gesamten Körper führen. Auch bei einer HPV-Infektion kommt es vor, dass sich die für die Infektion typischen Mini-Warzen (Papillome) rund um die Zunge bilden. Für alle STI gilt jedoch: Mittels Bluttests, Urinproben und Abstrichen können Ärzt*innen STI schnell und zuverlässig erkennen – und behandeln.

