Urlaubsflirt mit Folgen: sexuell übertragbare Infektionen erkennen und behandeln

Im Flugzeug, am Strand, im Meer – und gern mit Unbekannten: alljährlich bescheinigen Umfragen Sommerreisenden gesteigerte Lust auf sexuelle Abenteuer. Die beste Voraussetzung für entspannte Stunden mit dem Urlaubsschwarm ist Safer Sex. Wer in der Hitze der Nacht dennoch vergessen hat, sich zu schützen, sollte sich bei Beschwerden nach der Urlaubsaffäre auf eine sexuell übertragbare Infektion (STI) untersuchen lassen. Denn: STI sind keine Schande, sondern Erkrankungen, die sich gut behandeln lassen!

Mann und Frau ziehen sich die Bettdecke bis zur Nase hoch
Lightwave Media | Fotolia

Safer Sex schützt vor Infektion

Auch wenn niemand gern darüber spricht: STI wie Chlamydien, HPV, Gonorrhö (Tripper) und Syphilis sind weit verbreitet. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) geht davon aus, dass sich täglich weltweit etwa eine Million Menschen mit einer STI anstecken. Die erfolgt je nach STI durch direkten Kontakt mit infizierten Körperflüssigkeiten wie Sperma oder Vaginalsekret und durch direkten Kontakt mit befallenen Schleimhäuten von Vagina, Penis oder After. Schützende Barrieren wie Kondome oder Lecktücher können das Ansteckungsrisiko über diese Wege deutlich reduzieren. Bei einer sogenannten Schmierinfektion reicht auch indirekter Kontakt, um sich anzustecken, etwa wenn Erreger zum Beispiel über Finger oder Sexspielzeuge weitergegeben werden. Hier hilft Hygiene, damit aus der Liebeslust kein Infektionsfrust wird.

Beschwerden nicht nur untenrum

Die meisten STI machen sich durch Beschwerden im Intimbereich bemerkbar. Treten nach dem feurigen Urlaubsflirt Symptome wie Juckreiz, Ausfluss, Hautrötungen, Ausschlag oder andere Hautveränderungen auf oder stellen sich Schmerzen beim Urinieren oder beim Sex ein, sollten Betroffene sich untersuchen lassen. Mitunter entwickeln sich jedoc­­­­­h zusätzlich sekundäre Infektionsherde. Syphilis-Infektionen können zum Beispiel zu Bläschen und kleinen Geschwüren im Mundbereich sowie Hautrötungen am gesamten Körper führen. Auch bei einer HPV-Infektion kommt es vor, dass sich die für die Infektion typischen Mini-Warzen (Papillome) rund um die Zunge bilden. Für alle STI gilt jedoch: Mittels Bluttests, Urinproben und Abstrichen können Ärzt*innen STI schnell und zuverlässig erkennen – und behandeln.

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