Mehr Infektionen diagnostizieren
Auslöser der Toxoplasmose sind einzellige Parasiten. Sie können durch Katzenkot, verunreinigte Erde, Obst und Gemüse sowie nicht durchgegartes Fleisch auf den Menschen übergehen. Bei einer Infektion vor der Schwangerschaft ist das Ungeborene in der Regel durch das Immunsystem der Mutter geschützt. Eine Erstinfektion in der Schwangerschaft kann jedoch die Gesundheit des Babys beeinträchtigen. Problematisch: Über 90 Prozent der Erstinfektionen verlaufen unauffällig. So überträgt sich der Erreger in der Hälfte der Fälle unbemerkt auf das Ungeborene. Toxoplasmose-Tests könnten diese Zahl reduzieren: In Österreich und Frankreich gehört die Untersuchung zur Schwangerschaftsvorsorge. Das Infektionsrisiko sank von 78 Infektionen je 10.000 Lebendgeburten in den frühen 1970er Jahren bis heute auf etwa 1:10.000 Fälle.
Toxoplasmose erkennen und behandeln
Um eine Toxoplasmose-Infektion der Schwangeren zu erkennen, lässt der Arzt eine Blutprobe untersuchen. Labortests klären, ob und welche Antikörper der Organismus gegen die Erreger gebildet hat. IgG-Antikörper zeigen vergangenen Kontakt mit den Bakterien an; IgM-Antikörper verweisen auf eine akute Infektion. Sind zwar IgG-Antikörper nachweisbar, aber keine IgM-Antikörper, ist die Mutter immun. Zeigt sich, dass die akuten Infektionszeichen positiv sind, muss der Blutwert nach 14 Tagen kontrolliert werden. Antibiotika bekämpfen die Infektion wirksam. Ob das Ungeborene sich angesteckt hat, zeigt eine Fruchtwasseruntersuchung.
Der Tipp der Woche zum Download
Mehr lesen:
IPF-Faltblatt Infektionen in der Schwangerschaft

