STI betreffen nicht nur Genitalbereich
Die meisten STI führen vor allem zu Beschwerden im Genital- und Analbereich. Sogenannte sekundäre Infektionsherde kommen jedoch ebenfalls häufig vor. Sie können sich an der Haut, den Augen, in der Mundhöhle oder in anderen Körperregionen bemerkbar machen. Schmerzhafte Veränderungen an den Geschlechtsorganen, die zugleich mit Halsschmerzen auftreten, können etwa auf eine Gonorrhoe (Tripper) hinweisen: Die Erreger befallen dann auch die Halsschleimhaut. Eine Infektion mit HP-Viren führt mitunter nicht nur zu Feigwarzen im Genitalbereich. Die kleinen Papillome können auch den Rand der Zunge befallen.
Bei STI-Verdacht zum Labortest
Sexuell übertragbare Infektionen lassen sich in der Regel gut behandeln – je früher der Arzt die Diagnose stellt, desto besser. Eine Syphilis-Erkrankung etwa spricht in den ersten Krankheitsstadien meist so gut auf die typische Antibiotika-Therapie an, dass keine Gesundheitsschäden zurückbleiben. Wird die Infektion erst im dritten oder vierten Stadium behandelt, lassen sich gesundheitliche Spätfolgen nicht ausschließen. Wer nach einer feurigen Urlaubsaffäre befürchtet, sich mit einer STI angesteckt zu haben, sollte also mit einem Arztbesuch nicht zögern. Labortests helfen dabei, die Ursache für Beschwerden wie Jucken, Brennen oder Ausfluss schnell und gründlich aufzuspüren – und im Falle einer STI kann die Behandlung zügig beginnen.
