Mehr HIV-Infektionen bei Heterosexuellen
Laut Robert Koch-Institut (RKI) bleibt die Zahl der Menschen, die sich neu mit HIV anstecken, insgesamt konstant. Leider gilt das jedoch nicht für alle Teile der Bevölkerung. Bei Heterosexuellen registrierte das RKI für 2016 mit 750 gemeldeten Infektionen doppelt so viele Neuerkrankungen wie 2010. Zudem schätzen die Experten, dass 12.700 Menschen in Deutschland nichts von ihrer HIV-Infektion wissen. Dabei erkennen sensible Labortests in einer Blutprobe bereits kleinste Mengen an viralen Antigenen. Eine HIV-Infektion kann heute erfolgreich therapiert werden: Bei 93 Prozent der Behandelten lässt sich das Virus im Blut nicht mehr nachweisen.
HPV-Impfung auch für Jungen empfohlen
Infektionen mit Humanen Papillomviren (HPV) gehören zu den häufigsten STI – bei Frauen und bei Männern. Sogenannte Hochrisiko-HPV steigern langfristig das Risiko für Gebärmutterhalskrebs sowie für bösartige Tumore im Analbereich, am Penis und in der Mundhöhle. Die Ständige Impfkommission (STIKO) empfiehlt für Mädchen im Alter von neun bis vierzehn Jahren und seit Juni 2018 auch für Jungen eine HPV-Schutzimpfung. Eine Infektion lässt sich mit molekulardiagnostischen Tests auf Erbgut der Viren in einem Zellabstrich nachweisen. Ein positiver Test sollte nach zwölf bis 18 Monaten wiederholt werden, um zu klären, ob es sich um eine vorübergehende oder anhaltende Infektion handelt.
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