Frühe Diagnose ermöglicht rechtzeitige Therapie
Insgesamt kennen Mediziner heute über 100 rheumatische Erkrankungen. Ebenso vielfältig sind die Beschwerden. Das erschwert es Betroffenen, die Symptome richtig einzuordnen – und Medizinern, zügig die richtige Diagnose zu stellen. Für viele Patienten stellt das gerade zu Beginn einer rheumatischen Erkrankung mögliche Auf und Ab des Befindens eine Falle dar: Beschwerden wie Gelenksteife und Schmerzen treten zunächst nur phasenweise auf, sodass viele Betroffene mit dem Arztbesuch abwarten. Nach Angaben der Deutschen Rheuma-Liga dauert es durchschnittlich 13 Monate bis zur Diagnose. Frühzeitige Therapie ist jedoch wichtig:
Sie kann bei vielen rheumatischen Erkrankungen dauerhafte Gelenkschäden vermeiden.
Labortests unterstützen Rheuma-Diagnose
Rheumatische Erkrankungen gehören zu den Autoimmunkrankheiten. Entsprechend spielen bei der Diagnose Autoantikörper eine wichtige Rolle. Experten der Deutschen Gesellschaft für Rheumatologie e.V. empfehlen, bei Krankheitsverdacht spezielle Autoantikörper sowie sogenannte Rheumafaktoren aus einer Blutprobe im Labor zu bestimmen. Tests wie Blutbild und Blutsenkung ergänzen die Labordiagnostik. Für die korrekte Diagnose ist die Gesamtschau aller Befunde – auch körperlicher Untersuchungen – entscheidend. Darum sollten Fachärzte (Rheumatologen oder Rheuma-Fachambulanzen) herangezogen werden.


