Check für Herz und Kreislauf
Nikotin wirkt nicht nur blutdrucksteigernd. Giftstoffe wie Kohlenmonoxid, Benzpyrene und Glykoproteine schädigen auch die innerste Schicht der Blutgefäße. So steigt die Gefahr, dass sich die Gefäße verhärten und verengen. Eine solche Arteriosklerose zählt zu den wesentlichen Risikofaktoren für einen Herzinfarkt. Raucher können ihr persönliches Risiko mit einem Labortest klären lassen: Der Arzt bestimmt den Blutdruck, den Blutzuckerspiegel sowie die Blutfettwerte. Anschließend kann er anhand des PROCRAM-Scores (PROspective CArdiovascular Münster Study, einer Beobachtungsstudie der Universität Münster) annähernd ermitteln, ob dem Patienten in den nächsten zehn Jahren ein Herzinfarkt droht.
Herzinsuffizienz frühzeitig erkennen
Da Rauchen die Zusammensetzung der Blutfettwerte negativ beeinflusst, erleiden Raucher neben Herzinfarkt und Schlaganfall auch häufiger eine Herzschwäche (Herzinsuffizienz). Je mehr Blutfett sich an den Gefäßwänden absetzt und die Gefäße verengt, desto weiter muss das Herz sich dehnen, um ausreichend Blut durch den Körper zu pumpen. Auf Dauer führt dies zu abnehmender körperlicher Belastbarkeit, Atemnot, Müdigkeit und Schwächegefühl. Ein Test auf bestimmte Peptide im Blut liefert frühe Hinweise auf Funktionsstörungen, wie sie als Folge einer Minderdurchblutung des Herzmuskels bei koronarer Herzkrankheit auftreten können.