Nierenschwäche: frühzeitig mit Labortests erkennen

Nach Angaben der Deutschen Nierenstiftung leben in Deutschland fünf bis zehn Millionen Menschen mit einer chronischen Nierenerkrankung. Nur die wenigsten wissen davon. Das kann gefährlich werden: Schwächeln die Nieren, hat das Folgen für den gesamten Organismus. Eine reduzierte Filterleistung steigert die Gefahr für Schlaganfall, Herzschwäche und Herzinfarkt, sie begünstigt Blutarmut und Knochenabbau und kann die Blutgerinnung stören. Mittels Labortests lassen sich Nierenschäden frühzeitig erkennen.

Angellodeco | Fotolia

Urintest beim Gesundheits-Check-up

Die Nieren filtern Giftstoffe aus dem Körper und regulieren die Versorgung mit Flüssigkeit und Mineralstoffen. Zu den typischen Symptomen einer Nierenschwäche gehören Wassereinlagerungen und Eintrübungen des Urins. Diese Beschwerden treten jedoch meist erst auf, wenn die Nieren bereits länger krank sind. Hinweise auf eine Nierenerkrankung liefert ein Labortest auf Eiweiß im Urin. Der Test ist für alle Versicherten im Rahmen des Gesundheits-Check-up kostenfrei. Der Check-up klärt zugleich, ob Bluthochdruck oder Diabetes drohen. Diese Erkrankungen steigern die Wahrscheinlichkeit, dass sich eine Nierenschwäche entwickelt.

Gezielte Tests bei Krankheitsverdacht

Je früher eine Nierenschwäche erkannt wird, desto größer ist die Chance, die Filterleistung des Organs so lange wie möglich zu erhalten. Mittels einer kombinierten Blut- und Urinuntersuchung lässt sich eine Nierenschwäche bereits diagnostizieren, wenn andere Testergebnisse noch keinen Anlass zur Sorge geben. Dazu messen Labormediziner*innen die Konzentration der Eiweiße Cystatin C, Albumin sowie des Muskelstoffwechselprodukts Kreatinin. Bei einem konkreten Verdacht übernehmen die Krankenkassen die Kosten für diese Tests.

Weitere Informationen zu diesen Themen