Nierenbeckenentzündung vermeiden
Dringen Bakterien über die Harnröhre in den Organismus ein, können Harnwegsinfektionen entstehen. Steigt eine Blasenentzündung über die Harnleiter bis in die Nieren empor, droht gar eine Nierenbeckenentzündung (Pyelonephritis). Kälte begünstigt die Infektion. Wasserratten sollten nach dem Schwimmen zügig in trockene Kleidung wechseln und sich auf wärmenden Unterlagen ausruhen. Stellen sich dennoch zusätzlich zu häufigem Harndrang hohes Fieber, Schüttelfrost und Abgeschlagenheit sowie Rücken- und Flankenschmerzen ein, sollte der Arzt klären, ob eine Nierenbeckenentzündung vorliegt. Mittels Labortests untersucht er den Urin auf Bakterien. Auch die Anzahl weißer Blutkörperchen im Urin weist auf Entzündungen hin.
Labortests klären Nierenfunktion
Chronische Erkrankungen wie etwa Diabetes und Bluthochdruck können ebenfalls die Nieren schädigen. Bestimmte Eiweiße im Urin deuten auf Nierenfunktionsstörungen hin, ein hoher Kreatininwert im Blut zeigt an, dass die Niere den Körper nicht mehr ausreichend entgiftet. Problematisch: Die Kreatininkonzentration steigt erst, wenn die Organe nur noch die Hälfte ihrer Leistung erbringen. Ein Bluttest auf Cystatin C erkennt Nierenschäden frühzeitiger. Die gesetzlichen Krankenversicherungen übernehmen die Kosten für diesen Test jedoch nur in bestimmten Fällen. Der Check-up 35 bietet Kassenpatienten alle zwei Jahre eine kostenlose Gesundheitsuntersuchung, die auch Urintests vorsieht und Risikofaktoren für Nierenerkrankungen wie Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Diabetes abklärt.
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