Hormonhaushalt und Stoffwechsel untersuchen
Die Screening-Untersuchungen findenim Laufe des zweiten bis dritten Lebenstages statt. Die Laboruntersuchungen konzentrieren sich vor allem auf behandelbare Stoffwechselerkrankungen und Hormonstörungen. Dazu gehören etwa Schilddrüsenfunktionsstörungen und das Adrenogenitale Syndrom. Es führt dazu, dass der Organismus zu viele männliche Hormone bildet. Unmittelbar nach der Geburt nutzen Ärzte Blutanalysen, um die Blutgruppe des Kindes zu ermitteln und testen die Antigen-Antikörper-Reaktionen. Zum Neugeborenscreening gehören seit dem 1. September 2016 auch Tests auf Mukoviszidose (Zystische Fibrose). Die Krankheit ist zwar nicht heilbar. Verlauf und Lebenserwartung lassen sich jedoch durch frühzeitige Therapie deutlich verbessern.
Frühe Diagnose verbessert Entwicklungschancen
Insgesamt untersuchen Mediziner mit dem Neugeborenenscreening 14 Erkrankungsparameter. Etwa eins von 1.500 Kindern weist dabei Auffälligkeiten auf. Durch eine frühzeitig einsetzende Behandlung können bleibende körperliche und geistige Schäden im Neugeborenenalter und in der weiteren Entwicklung oft vermieden werden. Auf das Screening sollten auch Eltern nach einer Hausgeburt nicht verzichten: Bei einzelnen Erkrankungen besteht ohne eine rechtzeitige Behandlung im schlimmsten Falle akute Lebensgefahr.
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