Nachtschweiß: Sommerhitze oder Erkrankung?

Bleibt es im Sommer auch nachts warm, können unangenehme Schwitzattacken den Schlaf vertreiben. Bei Frauen kann Nachtschweiß ein erstes Anzeichen der Wechseljahre sein. Aber auch Autoimmunerkrankungen wie Rheuma und manche Tumorerkrankungen können sich durch Nachtschweiß ankündigen. Wer wiederholt unter starkem Nachtschweiß leidet, sollte sich untersuchen lassen, rät das IPF. Labortests schaffen Klarheit.

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Wechseljahre: schweißtreibende Hormonumstellung

Hitzewallungen gehören zu den typischen Beschwerden in den Wechseljahren. Studien zufolge treten sie bei 33 Prozent der Frauen in dieser Lebensphase auf. Auch nachts schwitzen sie sehr häufig. Die schweißtreibenden Attacken hängen mit der Umstellung der körpereigenen Hormonproduktion zusammen. Der Organismus bildet immer weniger Östrogen. Laborbestimmungen der Hormonwerte erlauben es abzuschätzen, ob Frauen sich in den Wechseljahren befinden. Das kann gerade bei jüngeren Frauen mit starken wechseljahrähnlichen Beschwerden sinnvoll sein. Da der Hormonspiegel während des Klimakteriums stark schwankt, empfehlen Mediziner für eine eindeutige Diagnose mehrere Messungen.

Starker Nachtschweiß: Rheuma- oder Krebserkrankung abklären

Anhaltender starker Nachtschweiß begleitet häufig auch rheumatische Erkrankungen wie rheumatoide Arthritis. Zumeist treten dabei auch noch weitere Beschwerden wie etwa Schmerzen, Steifheit und Schwellungen an Gelenken auf. Wer nachts stark schwitzt und sich tagsüber erschöpft und krank fühlt, sollte ebenfalls mit seinem Arzt klären, ob sich eine Rheumaerkrankung ankündigt. Erste Hinweise geben Blutuntersuchungen auf bestimmte Autoantikörper, Rheumafaktoren und Entzündungswerte. Schweißausbrüche im Schlaf sind mitunter zudem erste Warnzeichen für eine Krebserkrankung. Zumeist gehen sie dann aber mit weiteren Beschwerden wie unerklärlichem Fieber, ungewolltem Gewichtsverlust und allgemeiner Schwäche einher.

 

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