Beschwerden ernst nehmen
Experten der Stiftung Männergesundheit weisen darauf hin, dass bestimmte Probleme beim Wasserlassen vom Urologen abgeklärt werden müssen, wenn sie nicht innerhalb einiger Tage wieder abklingen. Dazu gehören das Gefühl, auf die Toilette zu müssen, aber nur wenig Wasser lassen zu können, sowie eine plötzliche Neigung zu Blaseninfektionen. Rötlich oder bräunlich verfärbter Urin könnte Blut enthalten und auf einen Blasentumor hinweisen. Männern mit einem erhöhten Blasenkrebsrisiko wie Rauchern oder Berufstätigen, die geregelt Kontakt mit giftigen Stoffen haben, empfiehlt die Stiftung zudem regelmäßige Tests auf Blut im Urin.
Labortests unterstützen Blasenkrebs-Diagnose
Mit Urintests lässt sich abklären, ob tatsächlich eine Infektion der Harnwege vorliegt oder der Urin Blut enthält. Eine mikroskopische Untersuchung des Urins zeigt zudem, ob er Krebszellen enthält. Moderne Urintests spüren Biomarker wie Proteine und Antigene schon im Frühstadium einer Blasenkrebserkrankung auf. Zur regulären Vorsorge gehören diese Tests noch nicht; bei Krankheitsverdacht hat jedoch jeder Patient Anspruch auf eine Blasenspiegelung. Manche Tumore lassen sich auf dem Monitor allerdings nicht erkennen, da sie flach an der Wand der Harnblase entlangwuchern. Experten der Europäischen Fachgesellschaften für Urologie weisen darauf hin, dass spezifische Biomarker bei der Diagnose solcher Tumoren helfen.
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