Früherkennung – bekannt, aber zu wenig genutzt
Zwar kennen Studien zufolge über 80 Prozent der Menschen in Deutschland die Angebote der Krankenkassen zur Krebsfrüherkennung. Aber nur 67 Prozent der anspruchsberechtigten Frauen und nur 40 Prozent der anspruchsberechtigten Männer nutzen die Untersuchungen regelmäßig. Fatal, denn einige Krebsarten wie Darmkrebs, Gebärmutterhals- und Hautkrebs können im Frühstadium sehr häufig noch geheilt werden. Bei bestimmten Krebsarten spielt zudem die Bestimmung von Tumormarkern (bestimmten Stoffen im Blut oder anderen Körperflüssigkeiten) gleich beim ersten Krankheitsverdacht eine wichtige Rolle. Nach Angaben des Deutschen Krebsforschungszentrums (DKFZ) gilt das etwa für Darmkrebs, Hodenkrebs und Leberkrebs.
Labortests für differenzierte Diagnose und effektive Therapie
Krebs ist nicht gleich Krebs. Zum Beispiel Brustkrebs: Bei Krankheitsverdacht testen Mediziner eine Gewebeprobe im Labor auf bestimmte Rezeptoren (z. B. für den Wachstumsfaktor HER2 und das Hormon Östrogen). Zeigt die Gewebeprobe, dass der Tumor über viele HER2-Rezeptoren verfügt, sprechen diese Patientinnen voraussichtlich gut auf eine Antikörpertherapie an. Stellen sie besonders viele Östrogen-Rezeptoren fest, empfiehlt sich eine Anti-Hormon-Therapie. Auch bei der Verlaufskontrolle von Krebserkrankungen spielen Labortests eine wichtige Rolle. Tumormarker können bei erhöhter Konzentration auf einen Rückfall hindeuten. Anhand der Werte lässt sich der Behandlungserfolg kontrollieren.
Der Tipp der Woche zum Download
Mehr lesen:
IPF-Faltblatt Tumore

