Krämpfe in den Blutgefäßen
Beim Raynaud-Syndrom ziehen sich kleine Arterien in Fingern oder Zehen krampfartig zusammen. Durch die verminderte Durchblutung entstehen weiße Bereiche an Fingern und Zehen, die sich in der Regel scharf gegen die noch durchbluteten Bereiche abgrenzen. Mitunter werden Hände und Füße vollständig weiß. Auch die Nase oder sogar die Knie können betroffen sein. Bei der primären Form tritt die Erkrankung unabhängig von einer bestehenden Grunderkrankung auf. Die sekundäre Form dagegen kann auf Rheuma-Erkrankungen wie Entzündungen der Gelenke (rheumatoide Arthritis), des Bindegewebes (Kollagenosen) oder der Blutgefäße (Vaskulitis) zurückgehen.
Treffende Diagnose mit Antikörpertests
Zur Diagnose des Raynaud-Syndroms gehören unter anderem Bluttests. Um eine rheumatische Grunderkrankung zu erkennen, testen Mediziner*innen Blutproben zunächst auf allgemeine Entzündungswerte. Bei einem primären Raynaud-Syndrom sind diese Blutwerte unauffällig. Zur Diagnose der sekundären Form untersuchen Ärzt*innen daher spezifische Parameter, etwa um Kollagenosen zu erkennen: So zeigen bis zu 90 Prozent der Patient*innen mit einer systemischen Sklerose ein Raynaud-Syndrom, bei systemischem Lupus erythematodes sind es 20 bis 60 Prozent der Betroffenen. Die Erkrankungen lassen sich durch gezielte Bluttests auf bestimmte Antikörper sicher diagnostizieren, sodass anschließend die passende Behandlung beginnen kann.

