Hochsommer: Vorsicht, Legionellen

Statistisch gesehen treten Infektionen mit Legionellen vor allem in den Sommermonaten auf. Der Grund: Nicht nur Sonnenanbeter, auch Erreger wie Legionellen lieben die Wärme. In 24 bis 25 Grad warmem Wasser gedeihen besonders gut. Steht dieses etwa länger in unbenutzten Leitungen, kann das Risiko steigen, eine durch Legionellen verursachte Lungenentzündung zu bekommen (Legionellen-Pneumonie). Bei grippeähnlichen Symptomen im Sommer klären Blut- und Urintests, ob Legionellen die Beschwerden verursachen.

Duschkopf sprüht Wasser

Ungesunder Wasserdampf

Legionellen übertragen sich durch feinste Wassertröpfchen. Beim Duschen, über Luftbefeuchter und Klimaanlagen gelangen sie im Wasserdampf in die Luft und können eingeatmet werden. In Schwimmbädern stellen künstliche Wasserfälle, Rutschen, Whirlpools und Fontänen eine Ansteckungsquelle dar. Wer sich mit der Legionärskrankheit (Legionellose) ansteckt, entwickelt sehr rasch Brust- und Kopfschmerzen, Husten, Schüttelfrost und hohes Fieber bis über 40 Grad. Gelegentlich kommen Bauchschmerzen mit Durchfall und Erbrechen vor. Die Lungenentzündung verläuft häufig schwer. Sie muss mit Antibiotika behandelt werden. Bis sie abklingt, dauert es rund vier Wochen.

Legionellose mit Urintest diagnostizieren

Die Legionärskrankheit kann bei etwa jedem zehnten Patienten zum Tode führen. Eine schnelle Diagnose ist daher lebenswichtig. Mit einem einfachen Urintest erkennen Mediziner bereits 24 Stunden nach der Infektion, ob Legionellen die Lungenentzündung auslösen. Dafür suchen Laborärzte im Urin der Patienten nach Antikörpern gegen die Erreger. Dieser Test birgt für Betroffene einige Vorteile: Das Ergebnis liegt sehr schnell vor, sodass die Therapie sobald wie möglich beginnen kann. Zudem entfallen Eingriffe wie Blutabnahme oder Sekretabstriche, um an die Testflüssigkeit zu kommen – eine Urinprobe reicht. Auf das Ergebnis ist Verlass: Laut Robert Koch-Institut liefern die Tests in über 99 Prozent der Fälle korrekte Ergebnisse.

 

Der Tipp der Woche zum Download

 

Mehr lesen:

IPF-Faltblatt Infoquelle Urin

Weitere Informationen zu diesen Themen